Rückblick auf die Familienrüstzeit in Wohlbach/Voigtland
20. Oktober 2026
Vom 18.-20.09.2026 waren 8 Familien der Kirchgemeinde Hartmannsdorf-Mühlau (15 Erwachsene und 13 Kinder) im Gästehaus „Zum guten Hirten“ in Wohlbach/V. zur Rüstzeit.
Bei schönem Wetter reisten wir am späten Freitagnachmittag an und trafen uns, nachdem wir die Zimmer – und die Betten – bezogen hatten, zum ersten gemeinsamen Abendbrot.
Danach nutzten wir die Abendstunden, um uns und unsere Familien einander bekanntzumachen. Wir stellten unser Zuhause vor: ob als Grafik, buntes Gemälde mit Applikationen oder als 3-D-Modell – „mit einem Augenzwinkern“ konnte nun jeder sehen, wie die anderen leben und wohnen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach einem leckeren Frühstück und einer Kurzandacht in kleinen Gruppen, um in Anlehnung an verschiedene Bibelstellen Themen des Zusammenlebens zu erörtern, beispielsweise: wen hat man gern in seinem Haus, wen sollte man einladen, um mit ihm auch über unangenehme und schwierige Dinge zu sprechen, wie kann man sein Haus (oder auch die Kirchgemeinde) auch für Einsame (auch für Nichtgemeindeglieder) öffnen und interessant machen. Es war vielseitig, was dabei herauskam und es ist lohnenswert, weiter darüber nachzudenken. Während der Gruppenarbeit gab es Spiel und Spaß für die Kinder, bevor die größeren von ihnen unter Anleitung und mit Unterstützung zweier Erwachsener das Kochen des Mittagessens übernahmen – Nudeln mit Tomatensoße, Jagdwurst und Käse, sehr lecker. Vielen Dank an die fleißigen Köche!
Am Nachmittag wanderten wir ca. 7 km rund um Wohlbach. Dabei ließen wir auf einem abgeernteten Feld unsere Drachen (mehr oder weniger) steigen und hatten viel Spaß dabei. Ganz nebenbei wurden die, die ihr „Pilzauge“ dabei hatten, fündig – u. a. wartete ein große „Krause Glucke“ darauf, von uns mit ins Quartier genommen zu werden.


Etwas verspätet – etliche „Privatwege“ hinderten uns am zügigen Durchmarsch – ließen wir uns am wiederum liebevoll und reichlich gedeckten Abendbrottisch nieder. Als der Mond neben dem Kirchturm aufging, versammelten wir uns an der Feuerschale, um den Kindern beim Backen von Marshmallows zuzusehen und die Ergebnisse der vormittäglichen Gesprächsrunden anzuhören.


Einige Erwachsene hatten zusammen mit unserer Pfarrerin freundlicherweise die Aufgabe übernommen, mit den Kindern zu spielen und dann auch die Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen (die von diesen freudig aufgenommen und mit allerlei „Getöse“ untermalt wurde), während die anderen noch plaudernd am Lagerfeuer saßen oder Karten spielten. Außerdem hatten die fleißigen Pilzeputzer die Voraussetzung für einen leckeren Nachtimbiss geschaffen – auch hier nochmals Dank an alle Sammler, Putzer und Brater!
Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück, zu dem wir auch unsere Lunchpakete für den Nachmittag packten, war das Thema des sonntäglichen „Familiengottesdienstes“ das jüdische „Laubhüttenfest“. Es erinnert an die 40-jährige Wanderung der Israeliten durch die Wüste, während der sie in provisorischen Hütten wohnten. Es wird gefeiert, um Gott für Vieles zu danken: für Schutz und Geborgenheit, für die Ernte, für seine Zusage an die Menschen. Und so schrieben auch wir unsere Gründe, dankbar zu sein, auf symbolische Laubblätter, die wie an einem Baum festmachten.

Gegen Mittag verließen wir nach schönen gemeinsamen Stunden unser Rüstzeitheim. Vielen Dank an das Team des Gästehauses, besonders an die Köchin für ihre Mühe bei der Zubereitung unserer tollen Verpflegung!

Auf ging’s nach Landwüst ins Freilichtmuseum. Das Wetter war leider nicht mehr so schön, wie an den vergangenen Tagen – schnell flüchteten wir vor dem Regen in die historischen Wohngebäude, was uns einmal mehr zeigte, wie dankbar man sein kann, wenn man ein „Dach über dem Kopf“ hat, einst und heute. Früher, wie die Exponate zeigten, ging es freilich anders in den Häusern zu: z. B. der Stall neben den Wohnräumen, der Webstuhl im Wohnzimmer und große Famillien auf kleinstem Raum … Und noch vieles andere Interessante konnte man in den Häusern und im Freien bestaunen.
Nachdem wir unseren Imbiss im Museum eingenommen hatten, verabschiedeten wir uns gegen 15 Uhr und begaben uns auf den Heimweg. Stellvertretend für alle, die in irgendeiner Weise an der Planung und Durchführung der Rüstzeit beteiligt waren, ein großes Dankeschön an Susanne Hintzsche für die gute Vorbereitung, Durchführung und geistliche Betreuung der Rüstzeit!
Wir freuen uns auf die nächste Familienrüstzeit. Kommt Ihr mit?
Sabine und Frank Delling